Jugendbeteiligung bei Korntal-West

Am Montag, 11. Juli 2016 fand in Münchingen unter der Leitung von Frau Peschen ein Workshop zum Thema Korntal-West statt, bei dem Jugendliche zusammen mit den Jugendgemeinderäten ihre Einwände, Ideen, Wünsche und mögliche Probleme zum Neubaugebiet beitragen und diskutieren konnten.

Nach derIMG_20160729_160235 Begrüßung durch unseren Bürgermeister, stellte uns Herr Johann das gesamte Bauprojekt Korntal-West nochmals vor. Im Anschluss an die Fragerunde teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Jede bearbeitete einzeln die vier Themen (Wohnen, Freizeit, Verkehr, Sonstiges), diskutierte diese und bestückte sie mit verschiedensten Ideen. Am Ende sammelten und gliederten wir zusammen die Vorschläge.

Im Gesamten ist der Jugendgemeinderat der Meinung, dass das Neubaugebiet im Allgemeinen durchdacht und gut geplant ist.

Das Thema Wohnen sollte vor allem unter der Perspektive eigener Interessen und Wünsche betrachtet werden. Das geplante Café am zentralen Platz (nahe des Sportplatzes)  gilt als gute Idee und wird zur Belebung für alle Generationen eine wichtige Aufgabe übernehmen. Zudem ist somit ein weiterer attraktiver Treffpunkt geschaffen. Durchdacht werden sollte die daraus folgende Idee der Einrichtung eines Bürgertreffs als weitere Integrationsmöglichkeit  der Bewohner des neuen Stadtteiles.  Interessant sei ebenfalls ein besonderer Wohnraum für Wohngemeinschaften, da jüngere Leute darauf eher ein Augenmerk setzen als auf teurere Einfamilienhäuser. Ebenfalls fiel uns auf, dass es im bisherigen Bauplan  noch nicht vorgesehen ist, jedes Haus direkt mit dem Auto als erreichbar zu gestalten.  Möglicherweise kann das zu Problemen mit  beispielsweise  schwerem Gepäck kommen.

Zu lebhaften Debatten kam es beim Thema Verkehr, da einige der Meinung waren, es solle zur Förderung der Identität Korntal-Münchingens eine direkte Straßenverbindung über die Felder bzw. am Grünen Heiner vorbei entstehen.

Durch die zunehmende Verkehrsbelastung durch Korntal-West, kann es an den betreffenden Zufahrtsstraßen zu gefährlichen Situationen zwischen Autos und Passanten kommen. Zum einen scheint noch etwas unklar, wie die Kinder sicher über die Sammelstraße zum geplanten Kindergarten gelangen sollen, da bisher keinerlei Zebrastreifen bzw. Ampeln vorgesehen sind. Zum anderen nahmen die Jugendlichen die Kreuzung Uhlanderstraße/ Wilhelmstraße genauer in Augenschein. Sie befindet sich kurz vor dem Gymnasium und ist schon ohne die weitere Verkehrsbelastung durch Korntal-WestIMG_20160729_160249 nicht ganz ungefährlich. Schüler und Radfahrer treffen auf all diejenigen, die vom Zentrum Korntals zum Gymnasium gelangen wollen. Da dort Rechts vor Links gilt, ist es teils sehr unübersichtlich für Auto-/ Radfahrer und Passanten. Eine denkbare Lösung wäre, das vermehrte Verkehrsaufkommen durch optische Mittel – Kopfsteinpflaster, farbige Flächen, Linien, etc. – zu beruhigen.

Ein anderer Aspekt des Verkehrsthemas  war die Tarifzonenanpassung der Strohgäubahn an den neuen Stadtteil. Bisher muss vom Gymnasium nach Stuttgart eine Zone mehr als vom Bahnhof Korntal aus gezahlt werden.

IMG_20160729_160303Auch die Route des Bürgerbusses sorgte für Diskussionen. Nach einer möglichen Bedarfsumfrage kann entschieden werden, ob der Bürgerbus auch in Korntal-West selber eine Gebietsschleife fahren soll anstelle nur die Haltestelle am GKM anzusteuern. Somit können auch BürgerInnen im hinteren Stadtteil den Bürgerbus gut ohne weitere Anstrengungen nutzen.

Beim Thema Freizeit und Gestaltung überlegten sich der Jugendgemeinderat und die Jugendlichen verschiedene Attraktivitäten auf den grünen Flächen, weitere Elemente der Spielplätze sowie Verschönerungen  des Stadtteils. Zu den Ideen zählen beispielsweise  verschiedene Liegestühle und Sitzmöglichkeiten, eine Slackline, Grillplätze, Bachverläufe und weitere mögliche Dinge, die noch nicht genauer festgelegt wurden.  Eine weitere Idee einer sichtbaren Wasserleitung durch Korntal-West, angeglichen an die bereits umgesetzte Version beispielsweise in Bad Wildbad, wurde ebenfalls mit aufgenommen.  Da momentan die Öffnungszeiten des Sportplatzes für suboptimal gehalten werden, stellte sich die Frage, ob mit der Erschließung des neuen Stadtteils diese optimiert werden können.

Im Gesamten war der Workshop, trotz geringe Anzahl an Beteiligten, sehr erfolgreich. Somit wurde aktiv die Jugendbeteiligung in wichtigen Entscheidungen gefördert und gute Verbesserungsvorschläge und Ideen diskutiert. Wenn auch nicht alle Vorschläge umsetzbar sein werden, versicherte uns Dr Joachim Wolf, dass sie Berücksichtigung finden werden.   IMG_20160812_121131 (1)

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